Schon seit Wochen hab ich mich auf die Ferien gefreut, am Ende war’s nämlich echt hart nach 4 Monaten ohne Ferien noch irgentwas in den Kopf zu bekommen, besonders, wenn man hört, dass ander Leute tatsächlich unverschämte 4 Monate Ferien haben. Aber in den letzten Tage stand mir noch die schwer Aufgabe –die letzten Geschenke besoren- bevor.Am schwersten war das Geschenk für meine Mutter, ich wollte ihr nämlich Konzertkarten besoregen, aber dazu muss ich erstmal eine kurze Geschichte erzählen: Ein paar Wochen vor Weihnachten war ich mit meiner Mutter, ihrer Schwester, einer Freundin von ihr und meinem Bruder auf einem Benefitzkonzert, auf dem verschiedene tschechische Schlager- und Countrystars auftraten. Und schon die ganze Zeit hatten die drei mit glänzenden Augen mitgesungen, aber am Ende kam ihr absoluter Superstar und nach dem Auftritt kauften sich alle drei schnell seine DVD und liesen sie sich hinterher von ihm unterschreiben. Auf dem Rückweg zum Auto schwärmten sie die ganze Zeit wie natt und freundlich usw. er doch gewesen sei. Aber dann kam die Krönung des Ganzen, denn als er in seinem Auto an uns vorbeigefahren kam, begannen sie echt zu kreischen wie dreizehnjährige Mädchen. Mein Bruder und ich versuchten uns mit Mühe das lachen zu unterdrücken. Danach war mir natürlich klar was das optimale Weihnachtsgeschenk für sie wäre. Leider schien es zwar vor Weihnachten jede Menge Konzerte, nach Weihnachten aber kein einziges zu geben. Stundenlang bin ich durch Prag gelaufen um Karten aufzutreiben, bis ich mit damit abfand, dass ich wohl keine finden würde.
Weihnachten: Der Morgen begann damit, dass ich die ganzen Geschenke eingepacken und danach sah mein Zimmer so aus, wie auf dem Foto. Nachdem ich damit fertig war, bin ich erstmal ne Runde joggen gegangen. Gegen sechs Uhr haben wir dann das Weihnachtsessen gegessen und ich hatte ziemlichen Hunger, weil eine Legende hier sagt, dass man ein goldenes Schwein sieht, wenn man den ganzen Tag, bis zu Weihnachtsessen nicht isst. Das Schwein habe ich leider nicht gesehen, aber das Essen war gut, bis auf den Karpfen, aber den muss aber auch nur einmal im Jahr essen. Mein kleiner Bruder wa die ganze Zeit total aufgereget und wollte die Geschenke auspacken und deshalb haben wir auch als nächstes die Bescherung begonnen. Meine Mutter machte den Weihnachtsbaum an( so einen schönen Baum hab ich noch nie gesehen, der Baum war so regelmässig, dass man als erstes nicht glaubte, dass er echt war.), dann klingelte, ganz wie ich es aus Deutschland kenne, mit einem Glöckchen und zündete Wunderkerzen an, die so der massen qualmten, dass man die nächsten fünf Minuten kaum sehen konnte. Danach haben wir dann die Geschenke ausgepack und ich glaube ich hab in meinem Leben noch nie so viele Geschenke gesehen, der ganze Platz um den Weihnachtbaum herum war voll mit Geschenken und am Ende hat jeder einen Riesenhaufen bekommen. Das beste Geschenk überhaupt waren wohl die Saugnapfarmbrüste, die meine kleinen Brüder von meinen Eltern aus Deutschland bekommen haben, die nächsten 2 Wochen haben die zwei alles beschossen, was ihnen in die Schusslienie kam.
Nachts sind wir dann noch zum Miternachtsgottesdienst gegangen. In der Nacht dann bin ich auf jeden Fall super glücklich eingeschlafen. Die Tage danach waren nicht so spannend, wir haben ein paar Verwandte besucht, aber ansonsten war nicht so viel los.
Und dann kam auch schon Silverster. Ich bin von einer Freundin (Lucka) eingeladen worden bei ihr im Ferienhaus Silvester zu feiern. Also bin ich am 30. zu ihrem Ferienhaus gefahren und im Laufe des Tages kamen auch die ersten anderen Gäste. Unter anderem zwei Freunde ihrer Eltern mit ihrer 12-jährigen Tochter (Eliška gelesen Elischka). Ich hab noch nie so ein Mädchen erlebt, die ganze zeit hat sie uns herumkommandiert, wie kleine Kinder. Mussten wir mit ihr ihr Lehrerin und Schüler, oder ähnliche Spiele spielen und es war total lustig, weil Luckas Freund un ich uns nicht mehr halten konnten vor Lachen und Eliška das ganze total ernst nahm, sie begann uns anzuschreien und umsomehr sie schrie umsomer mussten wir lachen. Aber es war bemerkenswert, dass sie mit uns nicht die Geduld verlor, sondern uns als Lehrerin immerneue 5 gab. Am nächsten Tag für den Silvestervormittag war ein Eiskunstlaufwettbewerb angesagt. Der Wettbewerb war total lustig, weil alle sich darin überboten grosse und dramatische Gesten zu machen und der Hohepunkt war als Luckas Vater seine Spidermanboxershots einbrachte und mit heruntergelassener Hose übers Eis lief, während seine Frau immer röter anlief. Ganz im ernst ich hätte ihm das nie zugetraut, auch wenn er nicht gerade spiessig ist.
Aberds sind wir dann mit Lucka, ihrem Freund und noch zwei Freunden nach Benešov auf eine „Homeparty“ gefahren. Das ganze war aber ziemlich öde, wir sassen in einem Gemeischaftshauskeller, so wie Santino ihn hat, und haben uns ein bisschen unterhalten, während sich manche ziemlich zukippten. Zu Mitternacht sind wir dann zurückgefahren, um mit den anderen zu feiern. Nachdem alle angestossen hatte sind wir rausgegangen und haben die Nationalhymne gesungen, wie es hier Tradition ist. Und irgentwer meinte danach, das wir doch noch „Deutschland, Deutschland über alles“ für mich singen könnten, Lucka ist dann aber für mich eingesprungen und hat ihnen erklärt, dass wir mitlerweile eine andere Hymne haben. Das beste an Silvester war, als wir wieder im Haus waren und anfingen Musik zu machen. Es machte einfach Spass wie wir alle zusammen da sassen und alle zusammen mehr grölten als sangen. Und am besten war der eine Gitarrenspieler, der ohnehin schon immer einen roten Kopf und Glupschaugen hat, der mit solcher Imbrunst (oder wie das heisst) sang, dass ich echt dachte, dass ihm gleich der Kopf platzten müssste.
Die nächsten Wochen aber waren nicht so lustig, weil wir in der Schule die ganzen Halbjahresarbeiten schreiben mussten, wobei ich aber auf mein Ergebnis relativ stolz bin.
Naja heute war ich mit einem Freund in Prag und hab heute zwei Mal miterlebt, wei geklaut wurde, das erste Mal war als ich am Bahnhof auf ihn wartete, und plötztlich eine Frau am anderen Ende des Bahnstiegs schrie, und da sah ich auch, wie ein Mann mit ihrer Reisetasche weglief. Das zweite Mal war auf der Rückfahrt in der Bahn: Eine Mann hängte seine Jacke neben die einer Frau und tat so als würde er etwas in seiner Tasche suchen, plötzlich viel mir aber auf, dass seine Hand in Tasche der Jacke der Frau verschwand, völlig perplex entschied ich mich laut zu pfeifen. Als er den Pfiff hörte sah er mich an, und in dem Moment dachte ich, jetzt hast du ein Problem, aber murmelte nur irgentwas und hastete aus der Bahn.
So und jetzt geh ich erstmal schlafen.